Heiße Phase für Lippetaler Feuerwehr

19.10.2011 von Dirk Behrens

Einsatzkräfte der Lippetaler Wehr absolvieren spezielles Training

Die ersten acht Einsatzkräfte der Feuerwehr Lippetal haben am vergangenen Freitag an einem Hot-Fire Training teilgenommen. Gemeindebrandinspektor Meinhard Reinecke hatte die Kontakte zum Kreis Höxter geknüpft. Dort, genauer in Brakel, unterhält der dortige Landkreis eine sogenannte Brandsimulationsanlage. Diese Anlage, bestehend aus drei Überseecontainern, ermöglicht eine realitätsnahe Ausbildung der Einsatzkräfte in den Bereichen Wärmegewöhnung und Innenangriff. Bei dem Training ging es in erster Linie darum, die Einsatzkräfte an die teilweise enorm hohen Temperaturen bei einem Innenangriff zu gewöhnen. Schnell werden bei einem Zimmer- oder Wohnungsbrand Gradzahlen um die 400 – 600° Grad erreicht. Trotz dieser  enormen Hitze müssen die Feuerwehrkräfte solche Räume betreten um beispielsweise Menschenleben zu retten.  Auch auf die Gefahr möglicher „Durchzündungen“ von Rauchgasen mit Temperaturen um 1200° Grad wiesen die Ausbilder hin. Erleben konnten die Lippetaler Kräfte solche „Durchzündungen“  auch Live, spezielle Technik in der Anlage macht dieses möglich. Per Knopfdruck ließen die Ausbilder die gefürchteten Situationen entstehen. Im zweiten Teil der Ausbildung ging es um die eigentliche Brandbekämpfung bei solchen Bränden. „Einfach nur Wasser drauf kann hier fatal sein“, so einer der Ausbilder. „Durch große Mengen von Löschwasser entsteht enormer Wasserdampf der die Einsatzkräfte zum Kochen bringt“, erklärte der Ausbilder weiter. Nach rund fünf stündigem Training waren alle Kräfte sichtlich erschöpft. Trotzdem waren sich alle einig, dass es ein gelungener Abend war. Thomas Lutz vom Löschzug Lippborg zieht Resümee: „ Ein großes Lob an die Leitung  der Feuerwehr Lippetal. Ein solches Training zeigt was im Ernstfall auf uns zukommen kann. Jeder Atemschutzgeräteträger sollte ein solches Training durchlaufen. 15 Minuten in einem solchen Container bringen mehr als jahrelange Theorie.“ Der Abend hat aber  auch gezeigt, wo man seine bisherige Taktik und auch die Schutzkleidung verbessern muss. In zwei Wochen werden die nächsten acht Kameraden sich auf den Weg nach Brakel machen. Im nächsten Jahr werden weitere folgen. So will man nach und nach alle Atemschutzgeräteträger in Lippetal  in den „Genuss“ der Ausbildung bringen.

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